Verhüten nach einer Geburt

Nach der Geburt eines Kindes dneken viele Frauen nicht an eine weitere Schwangerschaft. Doch genau das kann passieren. Viele denken das Stillen ist zu hundert Prozent verhütend und sicher und so kann es in seltenen Fällen doch zu einer Schwangerschaft kommen. Durch ein Hormon werden die Eierstöcke der Frau in einen Ruhemodus versetzt und die Muttermilch wird gebildet. Das bedeutet die Eierstöcke sind noch normal betriebsbereit und arbeiten nur weniger. Soll eine Schwangerschaft also verhindert werden, muss weiter verhütet werden.

Soll das Baby jedoch weiter gestillt werden, können keine normalen Verhütungsmittel ohne Bedenken eingesetzt werden. Dazu zählt beispielsweise die Antibabypille. Diese verhindert nämlich volle Milchproduktion oder würde im schlimmeren Fall die Milchproduktion beeinflussen und verändern.

Die Pille sollte also nach der Schwangerschaft vorerst nicht eingenommen werden. Als Ersatz gibt es die Minipille. Die Minipille enthält nur ein Hormon welches den Schleim im Muttermund beeinflusst und so das Eindringen der Samen verhindert. Dabei ist jedoch eine genaue Einnahme zu beachten, da die Minipille auf die Stunde genau eingenommen werden muss.

Ebenfalls oft kommt die Hormonspirale zum Einsatz und erweist sehr gute Dienste. Diese Verhütungsmethode verhindert für eine längere Zeit die Schwangerschaft. Nach der Geburt ist aber darauf zu achten, dass diese Verhütungsmethode erst einige Wochen oder besser einige Monate nach der letzten Geburt eingesetzt wird. Die Schwangerschaft nimmt sehr viel Energie. Normalerweise würde eine Schwangerschaft sogar noch deutlich länger dauern und wird auf 9 Monate begrenzt durch den großen Energieaufwand der Mutter. Das bedeutet in den ersten Monaten nach der Geburt versucht der Körper sich zu erholen und hat einige Schäden, die erst einmal heilen müssen. Das ist besonders bei der Hormonspirale der Fall und eine Wartezeit ist unabdingbar. Ein Gynäkologe kann da weiterhelfen.

Eine sichere Methode ist das Kondom und ist sehr gut geeignet um nach der Geburt zu verhüten. Besondere Vorteile bietet der Schutz, da auch Entzündungen verhindert werden. Wie oben erwähnt braucht eine frisch gebackene Mutter weitere Wochen oder besser Monate um sich ganz von der Geburt zu erholen. Eine weitere Schwangerschaft innerhalb von einigen Monaten wäre nicht nur gefährlich sondern auch sehr ungesund für die Frau.

Die letzte Verhütungsmethode die vorzustellen ist, ist das Diaphragma und andere Barrieremittel. Diese sind besonders nach einer Geburt eher für Frauen zu empfehlen, die bereits vorher damit Erfahrung sammeln konnte, da diese sonst sehr gewöhnungsbedürftig sind. Außerdem sollten Frauen, die vor der Geburt solche Barrieremittel eingesetzt haben eine Anpassung machen lassen. Die Funktionsweise dieser Mittel hat keine Auswirkungen auf den Hormonhaushalt und ist somit sehr gut für die Verhütung nach der Schwangerschaft geeignet.